Bericht vom Auerberg-Marathon
17.05.2012 - 08:01 von
Marcus
Nachdem es am Samstag heftig geregnet hatte, stand am darauffolgenden Tag der Auerberg-Marathon in Kaufbeuren auf dem Kalender. Die Temperaturen waren erträglich und die Feuchtigkeit weniger schlimm wir erwartet. Am Start bemerkte ich, dass die Bremsleistung der Vorderradbremse gänzlich verschwunden war, ich konnte aber keinen dirketen Grund dafür feststellen, geschweige denn den Defekt beheben. Das versprach schon einen spannenden Rennverlauf. Im ersten Renndrittel bemerkte ich einen Schleicher im Hinterrad (mal wieder!) und verfluchte ein wenig meine Dichtflüssigkeit, die den Reifen wohl abdichten sollte. Ich behandelte den Reifen nach 50 Minuten Rennzeit mit der Druckluftkartusche und hoffte, dass die Luft bis ins Ziel im Reifen verbleiben sollte. Bis zum Auerberg lief es - lediglich durch den Schleicher und die geringe Bremsleistung an der Bremse ein wenig ausgebremst - ganz gut. Auf einer Abfahrt nach dem höchsten Punkt verlor ich dann auch noch eine Kontaktlinse, was die Situation nicht leichter machte. Die Gruppenarbeit war jedoch vorbildlich und so konnte auch ich mich ein wenig im Windschatten ausruhen. Wenige Kilometer vor dem Ziel versuchte ich an einem kurzen Steilstück das Tempo zu erhöhen, um die Gruppe zu sprengen. Leider kamen die anderen Fahrer in der folgenden Flachpassage wieder an mich ran. Versuch eins gescheitert, einen Zielsprint zu vermeiden! In der letzten Abfahrt vor dem Ziel versuchte ich ziemlich verzweifelt mit einer Bremse und ohne Kontaktlinse das Hinterrad des Vordermannes zu halten. Auf dem letzten Kilometer attaktierte ich jedoch erneut und konnte so einen kleinen Vorsprung ins Ziel retten. Ich erreichte das Ziel als 27-ter in meiner Altersklasse knapp 18 Minuten hinter dem Gesamtsieger und nur 14 Minuten hinter dem Klassensieger.
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